Projekt Linientanz

Aktuelles Projekt

LABORfenster Tübingen
Französisches Viertel
Mirabeauweg 3, 72072 Tübingen

19. September 2026 bis 15. März 2027

ab 19.09.2026 Resonanzraum I    

Olga Sitner – Wer bist du ohne Dich

ab 14.11.2026 Resonanzraum II  

Armin Burghagen – Ausstreben im Augenblick

ab 14.01.2027 Resonanzraum III 

Projekt Linientanz 

 

Interdisziplinäre Raumgestaltung

Armin Burghagen

Maler/Zeichner/Druckgrafik/Installation

Olga Sitner

Glasgestaltung/Zeichnerin/Objektgestaltung/Installation

Wer steckt hinter Projekt Linientanz

Olga Sitner und Armin Burghagen begegneten sich 2016 bei einer künstlerischen Gruppenarbeit und fanden Gefallen an der Sicht des Anderen auf die Kunstwelt. Schließlich folgten sie ihrem Impuls und beschlossen in Zukunft mehr künstlerisch zusammen zu arbeiten. Der Name „Linientanz“ ist ein Synonym für ihre grundlegende Idee, Zeichnerische Größe in den Raum zu führen und diese an Ort und Stelle dauerhaft zu verorten.

Beide lassen sich nicht einfach einem Genre zuordnen. Und in der jeweiligen Rückschau wird deutlich, dass sie ausgehend von klassischem Zeichnen ihr Portfolio mit experimentellem Materialen und Techniken ergänzen. Und sie teilen die Faszination in der Arbeit Ungewöhnliches neu zusammen zu führen und Konsequent ihre Fragestellung nicht aus den Augen verlieren.

Hinzu gesellt sich die inspirierende Herausforderung der raumbezogene Arbeit. Es ist nicht die Dimension, sondern das räumliche Format mit der darin enthaltenen narrativen Welt.

 

Eine unter Kunstschaffende eher seltene authentische Synergie, die fantastische Kunstwerke hervorbringt.

 

Wie gelingt Olga Sitner und Armin Burghagen gemeinsame Werke zu erschaffen, ohne das erkennbare Nebeneinander zweier Kunstschaffende?
Zum Einem, ist da ihr schöpferischer Fundus, sind ihre Ausbildungen und langjährigen Erfahrungen. Beide motiviert die intuitive Größe aus Neugier und Mut, um althergebrachtes in Frage zu stellen. Zum Anderem besteht im direkten Miteinander eine konstruktive Grundhaltung und das tiefe Wissen, die Andere führt den Schritt weiter. Dies bietet Nährboden für intensiven dualen Ausdruck und Präsents.

Die Stärke vom Team Projekt Linientanz ist, dass ungefilterte gemeinsame Eintauchen und intensive verweben individuelle Kreativität. Auf wundervolle Weise herrscht ein sehr tiefes Vertrauen und stärkt diese seltene Synergie.

Dieser freie Arbeitsprozess hat ein hohes Maß an Förderung und Forderung, in diesem Klima gelingt es individuellen Aspekte, wie zum Beispiel feminine oder maskuline Anteile als schöpferische Dualität erscheinen zu lassen. Charakterliche Tendenzen durchwandern stets einen weiteren Blickwinkel, wobei individuelle Polarisierung oder Überzeugung zu Gunsten der Arbeit überprüft werden. Unterschiedliche künstlerische Erfahrungen, auch Interessen, verschiedene Arbeitsweisen und Lebensmodelle sind nur einige Beispiele, die einen unerschöpflichen kreativen Pool bilden. Aus diesem sich alle Lösungen generieren und gemeinschaftliche Kreativität in die Arbeit fliesen lassen.

Dadurch erhöht sich die Potenz der künstlerischen Qualität und schafft einzigartige Räume voller Ästhetik und intensiven Reibungsflächen.

Erst wenn Beide mit dem Geschaffenen übereinstimmen und ihre professionelle Maßstäben erfüllt sind, sprechen sie von einem Gelingen.

 

 

 

 

 

 

 

Wo Aufhören von Sprache

Projekt Linientanz
Armin Burghagen & Olga Sitner, Juli 2026

 

Zu Beginn dieser Arbeit stand nur ein Satz, der uns nicht mehr losgelassen hat: „Immer wenn ich endlich etwas sagen darf, verstumme ich und sage nichts, obwohl ich so viel zu sagen hätte.“

Daraus sind über Monate mehrere hundert Denkkarten entstanden — kurze Texte über das Ungesagte, das Zurückgehaltene, das Verschwiegene und über die Abgründe dessen, was Menschen erfinden, um Macht zu halten. Entstanden ist die Wand der inneren Wortnot: Der Dialog im Kopf ist laut — und doch kommt nichts über die Lippen.

Achtlos weggeworfene Denkkarten — Belege menschlicher Entgleisungen. Angehäuft, ohne Respekt für die darin entsprachlichten Seelen.

Dem gegenüber die Sehnsucht nach harmonischem Sein, gefasst und gefangen in goldenem Glanz. Doch das Schwarz breitet sich aus und droht, alles zu schlucken. Dagegen das Aufbegehren weißer Spuren — innere Hoffnung.

Überwinde ich den Zustand und fasse Mut, obwohl ich innerlich erstarre?

Wir haben darauf keine Antwort. Wir reihen uns ein in ein langes, kollektives Schweigen, in dem Menschen Unvorstellbares erdulden und kein Wort laut geben.

Diese Arbeit ist unser Versuch, wenigstens das Verstummen selbst nicht zu verschweigen.

Vielen Dank für Ihren Besuch und Ihre Aufmerksamkeit.

 

 

 

 

 

 

 

Sichtweisen 2025

Zwei von Unendlich

Ausgangspunkte: Keine Leinwand – keine Raumgestaltung!
Das Atelier selbst wird zur Arbeitsfläche. Entstanden sind zwei raumgroße Wandgemälde, und der übrige Raum wird dem Thema der Arbeiten angepasst.

Kulturnacht Rottenburg 18.04.2026

im Scharfrichterhaus Amannhof
 Texte © Armin Burghagen

Kerker I

Leise ist am schlimmsten

Anonym.

Sich auflösend.

 

Im Stein.

Im Boden.

In dir.

 

Damals. Jetzt.

Es kommt zu dir.

Unbemerkt.

 

Nichts schreit.

Niemand hört auf.

Kerker II

Gnadenlos Weib

 Worte.
Zerfetzen.

 

Hexe.

Gefahr.

Weib.

 

Wie Hände am Hals.

Kein Schrei kommt durch.

Bodenlos. Unfrei.

 

Damals. Jetzt.

Alles schau weg.

Kerker III

Gewusst. Ohne Moral.

 

Körper. Ohne Namen.

Seelen. Zerbrochen.

Angst. Zerfällt.

 

Grenzen. Tabu.

Befehl. Gehorsam.

 

Damals. Jetzt.

Augen. Tränenlos.

Raum V

Immerda.

 

Die Linie sucht.

Kehrt zurück.

Bewegt im eigenen Sein.

 

Unschuld.

Sündenlos.

Duktus. Frei und Rein.

 

Existiert.

Damals. Jetzt.

Rottenburg – So gesehen             

Raumkomposition
Material Tusche/Öl/Grafitstift/ Hochdruckfarbe auf Papier/ Kirchenbänke
Entstehung Juni/Juli 2024

      

Installation Seelenraum             

im TaT Theater am Torbogen in Rottenburg am Neckar Eine Installation mit grafischen Schwerpunkten voller flüchtiger Fragmente mit intensivem Wechselspiel. Eine begehbare Kulisse, die vergangene Figurationen ein Raum der Erinnerung gibt.

Material:

Papier, Tusche, Folien, Rettungsdecken und Klebebänder .

Länge 7 m, Breite 4,5 m und Höhe 3,5 m

erstellt Januar 2023

      

Installation Raumwandler             

Material:

Papier, Tusche, Folien, Rettungsdecken, Klebebänder und Plastikbehälter.

Länge 6 m, Breite 5,5 m und Höhe 4,5

erstellt 06/07 2023

      

Linientanz Objekte                    

Installation Seelentröster

wz 03
wz 03

Installation Seelentröster 

           

Material:

Folien, Rettungsdecken, Kohlefaser.

Länge 6 m, Breite 4,5 m und Höhe 4,5

erstellt Juni/Juli 2022